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Am 21.08.2021 haben wir einen Demontsrationszug zur M-Straße gemacht, um die Forderung nach einer Umbenennung zu verstärken.
Nähere Informationen zur M-Straße findet Ihr hier: https://desintegration.ihaus.org/2020/11/23/die-m-strasse/

Kann Sprache gerecht sein?

Kübra Gümşay schreibt:
„Manchmal geling es mir, den eigenen Vorsätzen gerecht zu werden, oft scheitere ich auch, ob aus Unzulänglichkeiten oder Unaufmerksamkeit oder weil mir schlicht die Kraft und Energie fehlt. Denn es ist nicht einfach. Wer neue Wege geht, weiß nicht wohin sie führen. Welche Gefahren lauern. Wie er sich hätte vorbereiten können, welche Weichen er hätte stellen müssen. Doch die Zielsetzung ist der Schlüssel: Das eigene Leben so zu führen, dass es nicht durch Missstände diktiert wird, aber auch ohne Gewöhnung an die Missstände und solidarisch denen gegenüber, die nicht das Privileg haben, ihnen zu entkommen.“

Wir benutzen Sprache und unser Wissen um Sprache und Bezeichnungen in Handlungen, in der Kommunikation. Wir sind es, die in unserem sprachlichen Handeln mehr oder weniger gerecht vorgehen können, müssen, sollen – und ob wir Sprachhandlungen als mehr oder weniger gerecht empfinden.  Es ist eine laufende Debatte, aber eines können wir versuchen: Menschen das Recht auf Selbstbezeichnung einzugestehen. Uns wird nichts weggenommen, wir schaffen Platz für mehr. Und schaffen ein Bewusstsein darüber, dass Sprache verletzen und diskriminieren kann.


Und natürlich lassen sich Ungerechtigkeiten nicht aus der Welt schaffen, wenn wir bspw. diese Straße umbenennen. Aber Straßennamen sind immer eine Ehrung.

Wen ehren wir für was?

Wir können mit Straßennamen auch verborgene und vergessen Geschichten transportieren und so unsere Perspektive erweitern. Deswegen haben wir verschiedene Vorschläge gemacht, wie die M-Straße umbenannt werden kann. In den nächsten Wochen stellen wir Euch verschiedene Personen vor.


Lasst uns etwas dafür tun. Konkret?

Stellt eine Anfrage an die Geschäftsstellen für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen. Denn über Straßenumbenennungen können die Bezirksvertretungen allein entscheiden, wir brauchen dazu also nicht den Rat der Stadt Köl: https://www.stadt-koeln.de/service/adressen/geschaeftsstelle-fuer-anregungen-und-beschwerden-rat-und-bez?kontrast=schwarz

Und informiert Euch: Welche Initiativen zu Straßenumbenennungen gibt es schon? In Berlin war das Vorhaben ja erfolgreich, es wurde umbenannt. Verschwestert Euch mit ihnen, holt Euch Tipps. Es gibt fast in jeder deutschen Stadt Initiativen für Umbenennungen, so bspw. auch in Kassel. Die Initiative aus Kassel hat uns solidarische Grüße geschickt – denn das Netz bietet viele Vernetzungschancen. Wichtig ist, dass wir nicht nur reden, sondern handeln. Jede und Jeder, die und der diese Stadt kennt, weiß: Langsamer geht’s nicht. Aber wir sind viele und wenn wir gemeinsam vorgehen, dann kriegen wir das auch hin.

In-Haus Media

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