„Alle Menschen sollen teilhaben und das Stadtleben mitgestalten können – unabhängig von Aufenthaltsstatus, finanziellen Möglichkeiten, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, Religion …“ (solidarity-city.eu)

Die gesellschaftlichen Diskurse verändern sich: Die Bereitschaft, Menschen, die migrieren (Arbeitsmigration, Gewaltmigration etc.), zu unterstützen, verschiebt sich hin zu mehr Abgrenzung, Ausgrenzung und Intoleranz gegenüber Menschen, die nicht aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft kommen. Rassistische Aussagen und Überfälle, diskriminierende Sprache und diskriminierende Praktiken werden hingenommen und es scheint, als wären die Grundwerte, die in unserer Verfassung festgelegt sind, verhandelbar. Die Angst der Menschen dreht sich irrigerweise um eine sogenannte “Flüchtlingskrise”, nicht um die offensichtliche Solidaritätskrise. Wir stellen fest: Die Herausforderung eine Gesellschaft der Vielfalt zu gestalten, bezieht sich nicht nur auf Integrationsmaßnahmen für neu zu uns gekommene Menschen. Es geht insgesamt um die Frage: Wie kann eine Stadtgesellschaft mit den heterogenen Bedarfen und Bedürfnissen all der Menschen umgehen, die in ihr wohnen? Es geht also nicht nur um die Frage des Zusammenlebens in einer ethnischen und kulturellen Vielfalt, sondern es geht auch um die Gestaltung einer sich verändernden Gesellschaft.

Wie könnte in Zukunft ein friedliches Zusammenleben aussehen und welche Schritte sind dazu notwendig? Wie kann Solidarität in einer Stadtgesellschaft gestaltet und gelebt werden? Wir möchten uns damit auseinandersetzen, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Und wir möchten anregen, sich Gedanken zu machen und Ideen zu entwickeln, wie und wo wir lernen können, empathisch für die unterschiedlichsten Lebensbedingungen und Lebenswelten zu sein, und somit solidarisch miteinander umzugehen.

Um diesen Fragen nachzugehen und Ideen für eine solidarische Gesellschaft zu schaffen, haben wir im Rahmen des Projekts „Solidarisches Köln – Eine Stadt für alle!“ eine spielerische Variante – das Planspiel „SOLIDARITATA“ mit drei Bausteinen entwickelt, die aufeinander aufbauend, aber auch unabhängig voneinander gespielt werden können.

In dieser Druckversion befinden sich:
– Eine Handreichung
– Fallkarten für Baustein 2 (Kopiervorlagen zum Auschneiden/Laminieren)
– Spielkarten für Baustein 3 (Kopiervorlagen zum Ausschneiden/Laminieren)
– Spielfeld für Baustein 3 (Kopiervorlage A1 als extra download verfügbar)
– Weitere Materialhinweise finden sich bei den entsprechenden Bausteinen

Bei dieser druckbaren Version handelt es sich um einen ersten Entwurf zu dieser Thematik. Gerne möchten wir in 2019 dieses Planspiel weiterentwickeln – und sind dafür auf Ihre und Eure Hilfe angewiesen! Wir sammeln alle Rückmeldungen, Ideen etc. und schauen, wie wir diese bei einer nächsten Version berücksichtigen können.
Wir freuen uns auf Ihre und Eure Ideen – an: solidaritata@ihaus.org
Weiterhin werden Aktualisierungen in die online-Version einfließen, die unter www.ihaus.org abgerufen werden kann.

Und nun wünschen wir allen Spielenden eine gute Zeit mit SOLIDARITATA!

Elizaveta Khan, Dominic Kropp, Jonas Linnebank und Christine Müller

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